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Dauerregen über Berlin und Brandenburg

Ausnahmezustand in Berlin und schwierige Lage in Brandenburg: Starkregenfälle überfluteten am Donnerstag die Hauptstadt sowie weite Teile Brandenburgs. Seit gestern sind dort insgesamt 480 THW-Kräfte aus 24 Ortsverbänden des Landesverbandes zur Unterstützung der Feuerwehren im Einsatz.

Die Feuerwehren schafften es nicht mehr mit eigenen Kräften, die Lage in den Griff zu bekommen und forderten das THW an. Die Ehrenamtlichen kamen gestern direkt nach der Arbeit in den Einsatz und unterstützten die ganze Nacht. Das THW dämmte die Fluten mit Sandsäcken ein, pumpte überschwemmte Keller, Tiefgaragen und volle Rückhaltebecken leer, sicherte abgerutschte Baugerüste und voll gelaufene Baugruben und leuchtete Einsatzstellen aus. Zurzeit sind noch etwa 80 THW-Kräfte im Einsatz. Ablösung steht beim THW bereit.
Nicht ohne Grund rief Berlin am Donnerstag den Ausnahmezustand aus. Mehr als 2.500 Einsätze absolvierten THW-Kräfte und Feuerwehrleute in den ersten 24 Stunden der Starkregenfälle. Zwei THW-Fachberater informierten in der Leitstelle, wie das THW die Feuerwehrleute am besten unterstützen kann. Wegen der großflächigen Schadenslage richtete das THW zudem eine eigene Führungsstelle ein. THW-Einheiten konnten dadurch nicht nur mit der Feuerwehr zusammenarbeiten, sondern direkt ganze Einsätze übernehmen.
In der Berliner Uhlandstraße verhinderten die Helferinnen und Helfer beispielsweise mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS), dass ein Baugerüst einstürzte, nachdem der Bordstein abgesackt war. Doch das meistgenannte Einsatzstichwort in der Leitstelle lautete: „pumpen.“
In Spandau galt es, einen Schacht bei einem großen Einkaufszentrum leer zu pumpen. Danach setzten die Helferinnen und Helfer vom THW ihre Tauchpumpen um und leerten einen meterhoch unter Wasser stehenden Keller des Einkaufszentrums.

Der Parkplatz und das Rückhaltebecken eines Baumarktes in Bohnsdorf waren ebenfalls überflutet. Hier galt es ebenfalls für das THW, die Wassermassen abzupumpen.

Das Stadtzentrum von Oranienburg, Ortslagen von Potsdam und eine Fläche an einer Kita in Kleinmachnow sind großflächig überflutet worden. Das THW pumpt dort seit gestern das Wasser an ab. Mit Beleuchtungsaggregaten konnte das THW die ganze Nacht durcharbeiten. Auch heute lief der Einsatz weiter, Verstärkung kam für die THW-Kräfte aus Berlin und Brandenburg nun auch aus Sachsen-Anhalt. In Neuseddin pumpte das THW ein überzulaufen drohendes Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet ab, in Kremmen entlasteten THW-Pumpen ein Überlaufbecken des Abwasserzweckverbandes.
In Neuenhagen musste das THW die Fluten von einem Umspannwerk fern halten.

In stark betroffenen Gebieten stellten THW-Kräfte mit Notstromaggregaten die Stromversorgung sicher. Wo das Wasser noch nicht eingedrungen war, verbauten die THW-Kräfte Sandsäcke und verhinderten weitere Schäden.

Um die Einsätze der verschiedenen Ortsverbände zu koordinieren, besetzten zehn hauptamtliche Fachkräfte die Leitungs- und Koordinierungsstäbe in den THW-Geschäftsführerbereichen Berlin, Frankfurt (Oder), Halle (Saale), Magdeburg und Potsdam. Den Gesamtüberblick behielt der Leitungs- und Koordinierungsstab im THW-Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt. Die Einsätze dauern weiterhin an.

Angesichts des anhaltenden Regens stehen weitere THW-Einheiten aus den Geschäftsführerbereichen Frankfurt (Oder), Magdeburg und Halle (Saale) für weitere Einsatzaufgaben bzw. zur Ablösung von THW-Kräften in Bereitschaft.

Redaktion

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