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Wasser marsch…in Leegebruch und Zeesen

Wohin mit den Wassermassen, die sich in den Ortslagen nach dem Starkregen der letzten Tage gesammelt und Wohnhäuser und Straßen überflutet hatten? Die Gemeinde Leegebruch (Landkreis Oberhavel) nördlich von Berlin und Zeesen (bei Königs Wusterhausen) kämpften besonders stark mit den Auswirkungen des Starkregens der vergangenen Tage. Das THW half mit Großpumpen.

In beiden Orten war die Bevölkerung überaus dankbar für das, was die THW-Ehrenamtlichen zur Schadensbekämpfung leisteten. Das THW ist in Leegebruch seit Freitag mit Technik und Kräften aus insgesamt 22 Ortsverbänden der vier Geschäftsführerbereiche Berlin, Frankfurt (Oder), Magdeburg und Potsdam im Einsatz. Mit fünf Hochleistungspumpen förderte das THW in Spitzenzeiten 60.000 Liter/ Minute. Der Wasserstand konnte weiter abgesenkt werden, so dass im Ort kein Hochwasser mehr steht. THW-Präsident Albrecht Broemme machte sich am Dienstag ein Bild von der Schadenslage in Leegebruch. Nach einer kurzen Besprechung mit Ludger Weskamp, Landrat des Landkreises Oberhavel, besuchte Broemme den Führungsstab vor Ort.

Mit mobilen Hochwasserpegeln beobachten die THW-Pegeltrupps in Leegebruch regelmäßig den Wasserstand. Mit fünf THW-Hochleistungspumpen entlasteten die Einsatzkräfte die örtlichen Wassergräben, so dass das Oberflächenwasser schneller ablaufen konnte. Mittlerweile sind nicht mehr alle Pumpen des THW in Betrieb. Inzwischen stehen die Straßen im Ort nicht mehr unter Wasser. Bislang halfen insgesamt 390 THW-Einsatzkräfte (heute sind es noch 20 THW-Helferinnen und Helfer) im Überflutungsgebiet. Sie übernahmen rund um die Uhr Pumparbeiten, leuchteten die Einsatzstellen aus, sorgten für Strom, übernahmen den Sandsackverbau, die Fachberatung, die Kraftstoffversorgung für die Pumpen und betrieben eine Führungsstelle.

Eingebettet zwischen dem nördlichen Berliner Ring (A10) am Dreieck Oranienburg und entlang der B96 gelegen, befindet sich die knapp 7.000 Einwohner starke Kommune in einer geographischen Senke, umgeben von Moorgräben. Auf Grund dieser besonderen Lage kam es Ende vergangener Woche zu einer massiven Anstauung von Regenwasser, welche letztlich eine Hochwasserlage in der Ortschaft auslöste.

Auch der Ort Zeesen bei Königs Wusterhausen war vom Starkregen zugeschüttet worden. Der zuständige Gewässerverband forderte deshalb das THW Lübben (Spreewald) mit der Wasserschaden/ Pumpen-Gruppe an. In einer Wohnsiedlung waren 150.000 Kubikmeter Wasser zu pumpen. Unter Beobachtung und mit den stetigen Fragen der Anwohner konfrontiert standen die ehrenamtlichen THW-Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Lübben (Spreewald) für Rat und Tat zu Seite. Am Sonntagabend endlich war der Pegel um 40 Zentimeter gesenkt worden. Für die Ehrenamtlichen hieß es nun auch endlich: „Feierabend“!

Die Anwohner bedankten sich herzlich bei den Helferinnen und Helfern für das Geleistete und die Helfer bedankten sich für die tolle Verpflegung der Anwohner.

Redaktion

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