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Sturmtief Xavier wütete über Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Sturmtief Xavier wütete über Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt


Aufgrund der Vielzahl der Einsätze rief die Berliner Feuerwehr gegen 16:00 den Ausnahmezustand aus und alarmierte auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks.
28 THW-Helferinnen und Helfer aus Berlin-Pankow und Berlin-Neukölln wurden am Abend in den Bezirk Reinickendorf gerufen. Gleich sechs umgestürzte Bäume im Tegeler Forst blockierten die Konradshöher Straße auf einer Länge von 500 Metern. Damit war die direkte Zufahrt zum Ortsteil Konradshöhe versperrt.
Der Zugtrupp aus Berlin-Pankow richtete an der Kreuzung Heiligenseestraße die Führungsstelle ein und koordinierte den Einsatz. Eine 30 Meter lange Buche war quer über die Fahrbahn gestürzt und in der Astgabel eines gegenüber stehenden Baumes liegengeblieben. Da auch der Wurzelballen aus der Erde gerissen war, mussten die Motorsägenführer den unter Spannung stehenden Baum mit äußerster Vorsicht zerteilen. Beim Abtransport der Baumstämme half der Radlader aus Berlin-Pankow. Auch die anderen fünf Bäume konnten von den THW-Helfern zersägt und von der Fahrbahn geräumt werden. Zwischendurch passierten immer wieder Fußgänger die Einsatzstelle. Da die Straße nicht befahren werden konnte, mussten sie die zwei Kilometer im Dunkeln durch den Wald laufen, um nach Hause zu kommen.
Nachdem gegen Mitternacht alle Hindernisse beseitigt waren, konnten auch wieder drei „gestrandete“ Busse der Berliner Verkehrsbetriebe Konradshöhe verlassen und zu ihrem Betriebshof zurückkehren.
Schon seit dem späten Nachmittag waren bis zu 29 Einsatzkräfte im Stadtgebiet von Magdeburg auf Anforderung der Berufsfeuerwehr im Einsatz und beseitigten zahlreiche Sturmschäden. Gegen Mitternacht konnten die Maßnahmen hier trotz eigenen Schadens an der Unterkunft abgeschlossen werden. Parallel dazu wurden Kräfte des Ortsverbandes Oschersleben nach Remkersleben in den Landkreis Börde gerufen. Die orkanartigen Böen beschädigten eine Scheune so stark, dass diese von den THW-Kräften gestützt werden musste.
Stark betroffen vom Unwetter war auch der nördliche und westliche Teil des Landes Brandenburg. Über 60 Helferinnen und Helfer aus vier Brandenburger Ortsverbänden unterstützt durch Berliner Einsatzkräfte waren hier im Auftrag der Feuerwehren bei der Beseitigung von Sturmschäden sowie zum Ersatz der Stromversorgung an einem Wasserwerk in Gransee bis in die Nacht tätig.
Insgesamt waren in der vergangenen Nacht über 250 THW-Kräfte aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Einsatz. Am Morgen des 06. Oktober 2017 werden die Maßnahmen in Berlin und Brandenburg fortgesetzt.

THW/ Anja Villwock/ Redaktion

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