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Keine Ruhe zwischen den Feiertagen

Insgesamt drei Einsätze in Sachsen-Anhalt fordern das THW auch zu den Feiertagen im Harz.

Bereits in der Nacht erfolgte die Erkundung und Begutachtung durch das THW. Am frühen Morgen des 24.12.2018 wurden die Kameraden des THW Ortsverbandes Halberstadt zur Eingleisung gerufen und waren mit 20 Helfern bis in die Nachmittagsstunden zugegen. Das aus den Schienen geratene mittlere Drehgestell wurde mit Hebekissen und Hydraulikheber angehoben und mit dem Rüstholzsatz, welcher speziell für solche Einsätze vorgehalten wird, unterbaut. Via Seilwinde wurde der Triebwagen dann von beiden Seiten vorsichtig in entsprechende Position gezogen und zurück aufs Gleis abgelassen.

In Ilsenburg ist am frühen Abend des ersten Weihnachtsfeiertages ein Altglascontainer detoniert. Da an der Einsatzstelle wurden Überreste eines selbstgebauten Böllers gefunden, forderter die Polizei die Unterstützung des THW an. Ortungshelfer des THW Ortsverbandes Quedlinburg durchsuchten daraufhin gemeinsam mit Sprengstoffexperten der Landespolizei auch die nebenstehenden Altglascontainer auf weitere Sprengsätze. Dazu setzen sie eine speziell für Ortungseinsätze konzipierte Kamera (SearchCam) ein. Insgesamt wurde ein explodierter und zwei nicht detonierte Sprengsätze gefunden.

In der Nacht zum 29.12.2018 geriet aus bisher ungeklärter Ursache der Dachstuhl eines zum Tatzeitpunkt unbewohnten Fachwerkhauses in Ditfurt in der Nähe von Quedlinburg in Vollbrand. Das THW wurde durch die Feuerwehr zur Begutachtung der verbleibenden Gebäudesubstanz angefordert. Durch zwei Baufachberater des THW Quedlinburger wurde festgestellt, dass der Dachstuhl sowie die Giebelspitzen durch das Feuer so stark beschädigt worden waren, dass sie im Rahmen der Gefahrenabwehr abgetragen werden mussten. Für ein gefahrloses Arbeiten bzw. zur Eigensicherung stützten die Halberstädter Kameraden den unteren Bereich eines Giebels durch den Aufbau eines Einsatzgerüstsystems (EGS) ab. Anschließend wurde der Frontgiebel mithilfe des Halberstädter Teleskopladers und seiner flexibel ausfahrbaren Arbeitsbühne nach und nach abgetragen. Die Feuerwehr unterstützte das THW bei den Arbeiten unter anderem durch Beobachten und Nachlöschen von restlichen Glutnestern. Im weiteren Verlauf wurde die Fachwerkkonstruktion im oberen Bereich mittels Lochbandes stabilisiert. An den Lösch- und Sicherungsarbeiten waren die Feuerwehren Ditfurt, Wegeleben, Hedersleben, Wedderstedt und Harsleben mit etwa 73 Kameraden sowie die Kameraden des THW Ortsverbandes Halberstadt mit 18 Helfern und des THW Ortsverbandes Quedlinburg mit 2 Helfern beteiligt. Die Ortsdurchfahrt war für zehn Stunden voll gesperrt.

Auch in Berlin waren die Helferinnen und Helfer des THW zu den Feiertagen gefragt. Wie in jedem Jahr stellten sie dabei für die Berliner Feuerwehr Kräfte bereit, um die zahlreichen Einsätze abzuarbeiten. In diesem Jahr waren insgesamt 51 Einsatzkräfte aus den THW Ortsverbänden Berlin Tempelhof-Schöneberg, Berlin Steglitz-Zehlendorf, Berlin Spandau und Berlin-Mitte sowie Hünfeld beteiligt und konnte bis 04:00Uhr am Neujahrsmorgen insgesamt sieben Technische Hilfeleistungen abarbeiten.

Wir danken allen beteiligten Helferinnen und Helfern sowie deren Angehörigen und wünschen allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2019.

Texte und Bilder:

Sandra Pampus (THW Ortsverband Halberstadt)

Tobias Heine (THW Ortsverband Quedlinburg)

Reiner Tiebe (THW Ortsverband Quedlinburg)

Christian Utech (Redaktion)

THW/Redaktion

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