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Stürmischer Einsatz

Nach dem Sturm Friederike war das THW bei Regen, Wind und Dunkelheit an vielen Orten im Einsatz…

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, eingestellter Zugverkehr . Das Sturmtief hat bundesweit große Schäden verursacht. Während es in Berlin und Brandenburg keine THW-Einsätze gab, hatten die THW-Kräfte in Sachsen-Anhalt viel zu tun. Dort flogen auch Teile von Gebäuden mit dem Sturm durch die Luft und das Stromnetz war in einigen Regionen betroffen.

Zügig sollten die wichtigsten Arbeiten verrichtet werden, um für die Bevölkerung weitere größere Schäden und neue mögliche Unfallstellen zu vermeiden. Die THW-Einsatzkräfte arbeiteten bei regnerischer und stürmischer Witterung und setzten in der Dunkelheit Beleuchtungsaggregate ein.

Auf einer Bundesstraße bei Kemberg zerlegten THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Wittenberg und Dessau große Baumstämme mit der Motorkettensäge. Sie räumten die Stammteile noch in der Nacht von der Straße, denn schnell sollte diese wichtige Verkehrsverbindung wieder frei und die Gefahrenstellen mussten beseitigt werden.

Gegen 19.00 Uhr wurde das THW aus Weißenfels zum Einsatz gerufen. Im Ort war ein riesiger Ast abgeknickt und auf ein benachbartes Schrägdach gefallen. Der Rest des Baumes drohte auch noch zu kippen. Die THW-Kräfte sicherten den Ast zunächst mit Leinen um ihn dann Stück für Stück abzutragen. So konnte weiterer Schaden verhindert werden.

In Arnstein waren Bäume auf eine Hochspannungsleitung gefallen. Die Mitnetz AG forderte das THW Sangerhausen an, denn die Freileitungen mussten zügig frei geschnitten werden.

Im Stadtgebiet von Naumburg waren die THW-Kräfte des Ortes an mehreren Einsatzstellen mit Räumarbeiten beschäftigt.

In der Landeshauptstadt war das Einsatzspektrum für den Ortsverband Magdeburg vielfältig: Es ging bereits ab dem Nachmittag um die Sicherung von Baugerüsten, Dächern und Schornsteine. Gekippte Bäume mussten gesichert und zersägt, Verkehrswegen beräumt werden. Im Vorfeld galt es für das THW die Einsatzorte zu erkunden, um mit geeigneter Technik zügig helfen zu können. Bis kurz vor Mitternacht waren die Ehrenamtlichen im Stadtgebiet unterwegs. Im Auftrag der Leitstelle führten THW-Spezialisten nach eingegangen Notrufen Erkundungen durch. Dadurch erhielt die Leitstelle wichtige Hinweise, an welchen Einsatzstellen höchste Prioritäten zu setzen sind und welche Technik von Feuerwehr und THW vor Ort gebraucht wurde. In der Leitstelle brachte ein THW-Fachberater seine Spezialkenntnisse ein.

In Halberstadt unterstützte das örtliche THW bei Bergungsarbeiten nach einem Verkehrsunfall.

Im Stadtgebiet von Staßfurt waren Kräfte des Ortsverbandes an mehreren Einsatzstellen tätig. Hier galt es die Einsatzstellen zu sichern um weitere Gefahren abzuwenden und Teile weg zu räumen.

In Halle (Saale) gab es an mehreren Einsatzstellen für das THW viel zu tun. Die Ortsverbände Halle (Saale) und Merseburg unterstützten bei den Räumarbeiten. Im Ortsteil Peißen war der Strom ausgefallen. Das THW Sangerhausen war dorthin von einem Hotel zur Notstromversorgung angefordert worden.

Heute sind auf Anforderung der Mitnetz AG THW-Kräfte aus Naumburg mit weiteren Aufräumarbeiten in Bad Kösen befasst. Unter anderem schneiden sie eine Stromleitung auf einer Länge von 200 Metern frei.
In Königerode ist das THW Sangerhausen jetzt im Schichtbetrieb mit der Notstromversorgung für die Stadtwerke Sangerhausen befasst.

Insgesamt halfen seit gestern Nachmittag und in der Nacht rund 180 THW-Kräfte aus 10 Ortsverbänden des Landesverbandes Nachmittag unter schwierigen Bedingungen die Sturmfolgen zu beseitigen. In Bad Kösen und in Königerode laufen heute noch Einsatztätigkeiten.

Redaktion

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