Hauptnavigation

3. Gedenktag der Bundesregierung für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Die Bundesregierung hatte am 20. Juni, dem Gedenktag der Bundesregierung für die Opfer von Flucht und Vertreibung zu einer Gedenkstunde in den Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums eingeladen. Auch Vertreter des THW waren vom Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maiziére, eingeladen worden.

Zu den geladenen Gästen zählten Personen, die von Flucht und Vertreibung betroffen sind oder waren und Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen, die sich im besonderen Maße mit dem Thema Flucht und Vertreibung auseinandersetzen und sich für Geflüchtete in unserer Gesellschaft engagieren und besonders einsetzen.

Das THW, das sich ganz besonders für die Integration von Flüchtlingen einsetzt und international beim Aus- und Aufbau von Flüchtlingscamps die Folgen von Flucht und Vertreibung aktiv bekämpft, nahm mit ehren- und hauptamtlichen THW-Angehörigen an der Gedenkstunde teil. Mohammad Hechyar vom THW Sarstedt gehörte dazu. Er hatte im letzten Jahr von seiner Flucht berichtete. Im Ortsverband Sarstedt hatte er sich für ein ehrenamtliches Mitwirken entschieden und die Grundausbildung absolviert. Nach bestandener Prüfung konnte er in diesem Jahr mit dem Helfer-Dienststellungskennzeichen am Dienstanzug an der Gedenkstunde teilnehmen. Marcus Olewicz (Ortsverband Quedlinburg), Christian Wiesner (Ortsverband Stassfurt) und Mirko Wolter (Ortsverband Eberswalde) stehen stehen stellvertretend für die vielen THW-Helferinnen und -Helfer, die sich bundesweit und im Ausland während der Flüchtlingskrise ehrenamtlich für eine Verbesserung der Situation Geflüchteter eingesetzt hatten. Landesbeauftragter Manfred Metzger nahm ebenfalls an der Gedenkstunde teil. Er erinnert sich an die unzähligen Einsätze, die von den THW-Ehrenamtlichen neben ihrer beruflichen Tätigkeit oftmals sehr plötzlich, wiederholt und nächtelang bewältigt wurden. Auch für das THW-Hauptamt, hier koordinierend tätig, waren diese vielen Einsätze eine besondere Herausforderung.

Richtig verstandene Erinnerung sei ein wesentlicher Baustein, um Flucht und Vertreibung zu begegnen. Das sagte Minister de Maizière bei der Gedenkstunde der Bundesregierung für die Opfer von Flucht und Vertreibung in Berlin. Die Ansprache hielt mit Rumäniens Präsident Iohannis erstmals ein ausländischer Gast. Zu Beginn erinnerte Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit dem Gedicht "Mondnacht" von Joseph von Eichendorff an das Kulturgut der Vertriebenen. Eichendorff habe ebenso wie Kant und Herder die Kulturlandschaft Schlesiens und Ostpreußens geprägt. Und das sei es schließlich, was ein Land und seine Menschen prägt: Kulturräume, Landschaften, Religion. Richtig verstandene Erinnerung sei zudem ein wesentlicher Baustein, um Flucht und Vertreibung wirksam zu begegnen, so de Maizière weiter. Denn nur wer Frieden lebt, könne ihn auch weitergeben.

Ghifar Taher Agha, ein syrischer Flüchtling und Teilnehmer in dem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Programm "Integration durch Sport", berichtete von seinen Erfahrungen auf der Flucht nach Deutschland und bedankte sich bei den Menschen, die im beim Start nach seiner Ankunft im Saarland geholfen haben. „Ihre Gesichter werden für immer in meinem Herzen sein“, sagte Ghifar Taher Agha.

Das Bundeskabinett hat am 27. August 2014 beschlossen, dass ab dem Jahre 2015 jährlich am 20. Juni der Opfer von Flucht und Vertreibung gedacht werden soll. Mit dem Datum knüpft die Bundesregierung an den Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen an und erweitert das Flüchtlingsgedenken um das Schicksal der Vertriebenen.

Redaktion/ Mirko Wolter

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zur Region

Archiv

Hier können sie nach Meldungen suchen.

Archivsuche

Navigation und Service