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Tagung der Ortsbeauftragten mit LB-Amtseinführung und fränkischer Küche

Die ehren- und hauptamtlichen Führungskräfte des Landesverbandes Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt tagten am Samstag mit ihrem neuen Landesbeauftragten Sebastian Gold. Eingeladen hatte der THW-Präsident Albrecht Broemme.

Broemme sprach über dessen Werdegang und hob unter anderem das besondere Engagement von Sebastian Gold für die THW-Jugend hervor. Denn dieser war mehrere Jahre sehr engagiert für die THW-Jugend Bayern e.V. ehrenamtlich tätig gewesen. Seit 1991 ist Sebastian Gold ehrenamtlicher Helfer im Ortsverband Forchheim.

Zu den Gästen gehörten Andreas Höger, Referatsleiter KM3 im Bundesinnenministerium, die Landesbeauftragten der benachbarten Landesverbände Sabine Lackner und Manuel Almanzor und der ehemalige Landesbeauftragte Manfred Metzger. Sogar dessen Vorgänger, Günther Trautvetter, war der Einladung gefolgt.

Mit dabei waren nicht nur die Landessprecher des hiesigen Landesverbandes, sondern auch der Landessprecher Bayern, Andre Stark, war angereist.

In seine Ansprache betonte Sebastian Gold, dass er sich nun auf den Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt mit seinen drei recht unterschiedlichen Bundesländern freue. Er ging auf seine vordringlichen Aufgaben ein – eine davon die Übernahme von Verantwortung, das Setzen von Impulsen und den Einsatz von Ressourcen für die Helfererhaltung und Helferwerbung in der Fläche (siehe nachfolgende Veröffentlichung der Ansprache des neuen Landesbeauftragten).

Alle wünschten Sebastian Gold viel Erfolg im neuen Amt. Der ehemalige Landesbeauftragte Manfred Metzger überreichte seinem Nachfolger eine Standarte des Landesverbandes mit den Wappen der drei Bundesländer.

Harald Müller (Ständiger Vertreter des Abteilungsleiters EA für den Bereich Ausbildung) und Katrin Klüber (Referatsleiterin Ehrenamt der THW-Leitung) bereicherten das Tagungsprogramm mit interessanten Vorträgen. Diese gaben Anlass für eine lebhafte Diskussion und einen konstruktiven Erfahrungsaustausch. Im Fokus standen die Themen Gewinnung neuer Helferinnen und Helfer, Bedeutung der Jugendarbeit für die Nachwuchsgewinnung im THW und die Weiterentwicklung und Modernisierung der Ausbildung im THW.

Der Forchheimer Heimat-Ortsverband des Landesbeauftragten bekochte die Gäste und servierte das fränkische Gericht Schäufele mit Klößen und Kraut. Für den Gruß aus Franken kamen Feldkochherd und Konvektomat zum Einsatz.
Gastgeberortsverband für die Oberfranken und die Mittagsgäste war das THW-Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Ortsverband sorgte für ausreichend Energieversorgung und die Räumlichkeiten. Der Ortsverband Berlin Mitte stellte die Kühlkapazität für Speis und Trank.

Redaktion

Ansprache des neuen Landesbeauftragten Sebastian Gold anlässlich der Amtseinführung im Rahmen der Tagung der Ortsbeauftragten des Landesverbandes Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt (BEBBST) am 10. März 2018

Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrter Herr Höger,
sehr geehrter Herr Metzger,
sehr geehrter Herr Trautvetter,
und ganz besonders, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ortsbeauftragten-Tagung,

schön, dass Sie da sind!

Ich freue mich sehr über die motivierenden Worte. Manches davon stimmt sogar.

Lieber Herr Broemme,

vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Sie haben ja schon vieles über mich recherchiert…

Unsere gemeinsame Fahrt im LKW-Fahrsimulator letztes Jahr in Tunesien - mit mir am Steuer – haben Sie unerwähnt gelassen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen. Sie wird keinen Eingang in die Geschichtsbücher finden.

Es stimmt, ich bin neugierig auf für mich noch unbekannte Landschaften und Stadtkulturen - es muss nicht unbedingt immer Rom sein. Sondern es können zum Beispiel auch der Naumburger Dom, das Bauhaus Dessau, der Brandenburger Landtag, die deutsch-polnische Oderregion sein. Auch in Berlin gibt es noch einiges für mich zu entdecken.

und

ja, es stimmt auch, dass ich nach fast 27 Jahren THW-Zugehörigkeit noch immer begeisterter THWler bin. Sie alle im Raum wissen, das THW ist nicht immer vergnügungssteuerpflichtig, aber die Begeisterung ist bei mir noch immer da. Das gilt auch nach inzwischen knapp 50 Tagen Amtszeit als Landesbeauftragter.

Ich bin seit 1991 ehrenamtlich im THW, Schuld daran ist mein älterer Bruder, Tilman Gold, der zu mir gesagt hat: “Komm, geh mal mit. Das ist was für dich“. Ich war in der Bergungsgruppe, in der Fachgruppe Wasserschaden/ Pumpen und lange im Zugtrupp. Bis Ende letzten Jahres habe ich mich für die THW-Jugend Bayern e.V. engagiert. Ein paar Jahre auch als stellvertretender Landesjugendleiter. Schön, dass mein langjähriger Chef, der ehemalige Landesjugendleiter und jetzt der Landessprecher Bayern, Andre Stark, heute da ist.

Nun freue ich mich auf BEBBST. Denn dieser Landesverband mit den drei unterschiedlichen Bundesländern ist vielfältig, ist jung, ist spannend.

Als ich mich auf mein neues Amt vorbereitet habe, war sehr schnell klar: Meine ganz vordringlichen Aufgaben werden sein Verantwortung zu übernehmen, Impulse zu setzen und Ressourcen einzusetzen für die THW-Helfererhaltung und -Helferwerbung in der Fläche.

Ich möchte daran mitarbeiten, die Anzahl der THW-Ehrenamtlichen im Landesverband zu erhöhen, deren Einsatzbefähigung zu steigern, mehr Junghelferinnen und Junghelfer zu werben, den Frauenanteil in der Helferschaft zu verbessern, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund in das THW zu holen.

Mir ist dabei völlig klar, dass ich das alles nur mit Ihnen gemeinsam erreichen kann, mit Ihnen, den ehren- und hauptamtlichen Führungskräften des Landesverbandes!

Hierzu brauchen wir
- Offenheit für neues Denken,
- einen gemeinsamem Blick und ein Handeln in die gleiche Richtung,
- ein vertrauensvolles, offenes und verlässliches Miteinander;
- eine hoch motivierte, einsatzbereite und gut ausgestattete Helferschaft
sowie
- eine respektvolle Diskussionskultur, Streitkultur und Fehlerkultur.

Daher nehme ich mir jetzt die Zeit, in allen drei Ländern möglichst viele Ehren- und Hauptamtliche in den Ortsverbänden und in den Regionalstellen kennenzulernen. Ich möchte wissen, wie tickt dieser Landesverband.

Liebe Ortsbeauftragte,

ich weiß, wie viel Engagement, wie viel Zeit, wie viel Kraft Sie aufbringen müssen, Ihren Ortsverband zu leiten. Und ich habe auch schon eine erste, allererste Vorstellung davon, wie schwierig es in den strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands ist, einen starken Ortsverband und ein motiviertes THW-Team vorweisen zu können.

Wertewandel in der Gesellschaft, demografische Entwicklung, berufliche Beanspruchung, unterschiedliche Wirtschaftskraft - es ist nicht leicht, Menschen für das ehrenamtliche Mitwirken zu gewinnen.
Aber für Leichtes sind wir nicht zu haben, das THW kommt ja auch immer dann, wenn es schwierig wird. Und ich meine, wir können es auch in dieser schwierigen Situation gemeinsam schaffen.
Wir können es dann schaffen, wenn wir zusammenarbeiten, wenn wir uns motivieren, wenn wir uns einen Ruck geben, wenn Sie sich selber einen Ruck geben, wenn Ihre Arbeit anerkannt wird, wenn Ihr ehrenamtliches Engagement Wertschätzung erfährt von der Politik, von der Wirtschaft, von der Bevölkerung. Und wenn ich Ihre Arbeit wertschätze.

Einige Ortsverbände habe ich schon kennenlernen dürfen. Ich konnte Ortsverbände kennenlernen, wo ich, wo Sie, wo wir gemeinsam unbedingt etwas tun müssen. Wo schon Viele viel Gutes gemacht haben, wo schon Viele viel Gutes versucht haben und doch der Erfolg sich nicht wie gewünscht eingestellt hat.
Ich habe vor allem in dieser kurzen Amtszeit in meinem Landesverband ein lebendiges THW kennengelernt. Ortsverbände „mit Seele“. Diese Seele müssen wir bewahren; dazu gehört auch, dass wir uns weiterhin aktiv gegen Extremismus stemmen und Vielfalt, Freiheit und Respekt fördern.
Egal, ob blühender Ortsverband oder Ortsverband mit Handlungsbedarf – Helferbindung und Helferwerbung ist immer wichtig, ja existenziell.

Die Helferinnen und Helfer bleiben bei uns, wenn das THW attraktiv ist. Das ist dann der Fall, wenn wir in einer ordentlichen Liegenschaft gute Ausbildung mit sinnvoller und sicherer Ausstattung machen, wenn wir dort ein gutes und konstruktives Miteinander, ja eine gute Kameradschaft haben und wenn wir attraktive Einsätze fahren.

Meine Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ich möchten den Beitrag dafür leisten, dass das THW in die Einsatzstrukturen in allen drei Bundesländern eingebunden ist. Meine Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ich möchten den Beitrag dafür leisten, dass das Rahmenkonzept gut umgesetzt wird. Meine Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ich möchten einen Beitrag leisten, dass wir für das THW insgesamt gute Rahmenbedingungen vorfinden.

Ich danke Ihnen, lieber Herr Ulrich, dass Sie mit Ihrem Team jede Woche in den Ortsverbänden sind, um zusammen mit den THW-Ehrenamtlichen das Rahmenkonzept mit Leben füllen. Ich danke Ihnen, Frau Faust, dass Sie sich mit Ihrem Team stark machen für gute Liegenschaften, für gute Rahmenbedingungen. Ich danke Ihnen, Herr Utech, dass Sie und Ihr Team den Bereich Ehrenamt und Ausbildung, unter dem man unglaublich viel subsumieren kann, aufbauen und gestalten. Ich danke Ihnen, Herr Dr. Wittling, dass Sie mit Ihrem Team im Informationszentrum für die Repräsentanz des THW in der Bundeshauptstadt sorgen. Das Zusammentreffen mit rund 250 Bundestagsabgeordneten vor zwei Wochen war eine starke Leistung. Da geht es nicht um Frühstück, da geht es um Kommunikation, das nutzt dem Ehrenamt, das nutzt dem Hauptamt, das nutzt dem THW, das nutzt der Bevölkerung!

Für den Helfernachwuchs sind nicht nur die Jugendgruppen zuständig. Die Jugend ist nicht die einzige Nachwuchsquelle, aber die einzig verlässliche Nachwuchsquelle. Lieber Kai Rölecke, lieber Sascha Barnewske, ich möchte und ich werde mit der THW-Jugend BEBBST e.V. eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Mein Ziel ist es, dass wir in ein paar Jahren nicht mehr sagen, das Landesjugendlager richtet die THW-Jugend BEBBST e.V. aus, den Wettkampf richtet die Bundesanstalt THW aus, sondern dass wir sagen: Viele Jugendgruppen fahren ganz selbstverständlich zum Landesjugendlager und nehmen ganz selbstverständlich am Landeswettkampf teil. Und verantwortlich dafür ist – und jetzt sage ich das (pardon) „ausgelutschte“ Wort mal – verantwortlich dafür ist ganz selbstverständlich die THW-Familie. Die THW-Jugend BEBBST e.V. und die Bundesanstalt THW mit Unterstützung der Landesvereinigung e.V.. Ich freue mich auf das Landesjugendlager und den Landesjugendwettkampf in Friedensau in diesem Jahr. Und ich hoffe, dass sich viele von Ihnen hier im Saal ebenso darauf freuen. Die Jugend ist unsere Zukunft.

Liebe Leiterin, liebe Leiter der Regionalstellen,
Sie verantworten die viel zitierte Schnittstelle zum Ehrenamt. Die Regionalstellen sind Dienstleister für das Ehrenamt, sie leisten Support, sie setzen um, sie steuern. Für ein kräftiges Ehrenamt braucht es die Unterstützung eines motivierten Hauptamtes. Und ein starkes Hauptamt braucht den Austausch und ein respektvolles Miteinander mit dem Ehrenamt. Das möchte ich fördern.

Ich will dafür da sein, dass Sie für das Ehrenamt da sein können.

Lieber Herr Höger,
ich durfte die vergangenen vier Jahr in Ihrem Team mitarbeiten. Ihr Kernanliegen ist das ehrenamtliche THW, die Stärkung des Ehrenamtes, die Förderung des Ehrenamtes. Ihr Einsatz für das Ehrenamt imponiert mir.

Lieber Herr Borgmann, liebe THW-Landessprecher und liebe stellvertretende Landessprecher,
vielen Dank für die guten Wünsche, ich freue mich auf die Zusammenarbeit, die schon längst begonnen hat, und auf den Austausch mit Ihnen, der schon längst begonnen hat. Ich bin überzeugt, dass zwischen uns eine Vertrauensbasis entsteht, wächst und gedeiht. Zusammen vertreten wir das THW unserer Länder im Bundesausschuss, wir wollen es klug und stark vertreten.

Lieber Herr Metzger,
Sie haben diesen Landesverband aufgebaut. Herr Almanzor, ich denke, ich spreche auch in Ihrem Namen: Herr Metzger, Sie haben das THW in Ostdeutschland wesentlich geprägt. Ich danke Ihnen herzlich dafür, dass ich mich mit Ihnen austauschen kann und dass Sie mir Türen öffnen. Ihr Name ist ein Markenname, Ihr Netzwerk ist beeindruckend, Sie lassen mich daran teilhaben - zum Wohle des THW in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Liebe Katrin Klüber,
Du hast mir die letzten Monate den Weg bereitet und mir den Einstieg erleichtert. Danke!

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich freue mich auf das THW im Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!

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