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Das Einsatznachsorgeteam

Das Einsatznachsorgeteam (ENT) Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt

...unterstützt THW-Helferinnen und -Helfer, wenn sie die Bilder eines Einsatzes nicht mehr vergessen können.
Trotz fundierter Ausbildung und einsatznaher Übungen kann es passieren, dass THW-HelferInnen bei Unglücksfällen oder Katastrophen körperlich oder seelisch an ihre Grenzen kommen. Dann unterstützt sie das Einsatznachsorgeteam bei der Bewältigung belastender Ereignisse.

Belastende Einsätze
Insbesondere bei Einsätzen mit vielen Verletzten oder Toten, wenn nach Unfällen Kinder zu den Opfern zählen oder wenn die eigenen KameradInnen verletzt werden, kann dies als besondere Belastung empfunden werden. Dabei ist nicht das Ausmaß des Einsatzes entscheidend, sondern das persönliche Empfinden der HelferInnen. Mögliche daraus entstehende körperliche und psychische Stress-Symptome, wie z.B. Schlafstörungen, andauernde unangenehme Erinnerungen oder innere Unruhe, sind normale Reaktionen. Sollten diese Belastungsreaktionen jedoch Wochen oder Monate andauern, kann eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) die Folge sein.

Das ENT bietet Hilfe für HelferInnen
Zur Bewältigung der akuten Belastungsreaktionen steht allen THW-Angehörigen das Einsatznachsorgeteam des Landesverbandes zur Verfügung. Dessen Aufgabe besteht darin, den THW-HelferInnen bei Bedarf eine erste psychosoziale Hilfe während und nach dem Einsatz anzubieten. Die Mitglieder des ENT können mit den Betroffenen über eventuell auftretende emotionale Reaktionen sprechen und ihnen Hinweise für den Umgang und die Verarbeitung derartiger Erlebnisse geben. Die Gespräche können sofort nach dem Einsatz, aber auch Tage oder Wochen danach stattfinden. Der Gesprächsinhalt wird absolut vertraulich behandelt und unterliegt der Verschwiegenheitspflicht.

Angebote im Einzelnen:
- Primäre Prävention/Psychoedukation vor einem Einsatz: Informationsveranstaltungen und Ausbildungen in den Ortsverbänden zum Thema "Stress und belastende Einsätze" für HelferInnen in der Grundausbildung, für alle THW-HelferInnen eines Ortsverbandes oder nur für Führungskräfte

- Sekundäre Prävention/Einsatznachsorge: Einsatzbegleitung und Unterstützung der Einsatzleitung sowie Einzelgespräche oder Gruppengespräche (Einsatzabschluss, Kurzbesprechung, Nachbesprechung) in Abhängigkeit des Gesprächszeitpunktes

- Tertiäre Prävention/Vermittlung zur Traumatherapie:
Vermittlung professioneller Unterstützung in Zusammenarbeit mit der Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB)

Das Team
Die konkreten AnsprechpartnerInnen im Einsatznachsorgeteam sind Peers (THW-HelferInnen mit einer entsprechenden Zusatzausbildung) und psychosoziale Fachkräfte (ebenfalls THW-HelferInnen, die hauptberuflich psychosoziale Kompetenzen erworben haben). Die ENT-HelferInnen kommen aus verschiedenen Ortsverbänden des Landesverbandes. Die Mitarbeit im ENT ist eine Zusatzfunktion neben ihrer Aufgabe im Heimat-Ortsverband. Ihre Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten ergeben sich aus der StAN ENT und aus der DV 430. Das ENT BEBBST besteht zur Zeit aus 17 Peers und 3 psychosozialen Fachkräften als fachliche Leitung des Teams.

Mitglieder gesucht
Das Einsatznachsorgeteam sucht THW-HelferInnen vorrangig aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt und aus Brandenburg, die an der Mitarbeit im ENT interessiert sind. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Grundausbildung. Die Zusatzausbildung für eine Mitarbeit im ENT umfasst vier Lehrgänge an der THW-Bundesschule. Die Ausübung der Zusatzfunktion erfordert ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Urteilsvermögen, Stressresistenz, sozialer Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein sowie eine permanente Bereitschaft für Fort- und Weiterbildung innerhalb des Teams.

Erreichbarkeit ENT:
Teamkoordinator: Uwe Vogel
THW-Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
Referat Einsatz
Telefon: 030 / 30682-121
E-Mail: uwe.vogel@thw.de

Teamleitung ENT:
Telefon: 0151 / 68814046

Anforderung ENT im Einsatzfall über Rufbereitschaft LV:
Telefon: 0160 / 5303559

Stand: 09.09.2016

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